Querlenker

Umwelt & Verkehr: Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb will auch in Sachen Mobilität Vorbild sein. Autohausbesitzer Klaus Jllig hat auch schon eine Idee wie.

Interview: Autohaus-Besitzer Klaus Jllig verdient sein Geld mit Benzin-Mobilität. Dennoch glaubt er: „Die Autonutzung von heute ist ein Auslaufmodell.“

Wer lenkt, der denkt – zumindest sollten unsere Politiker wissen, wohin die Autofahrt in der Modellregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb führt. Dass es so nicht lange weitergeht, ist Klaus Jllig klar (Foto). Der Besitzer zweier großer Audi- und VW-Autohäuser in Münsingen und Laichingen leistet sich Visionen, kritisiert die gedankenlosen Kurzstreckenfahrten mit dem Auto und denkt im Sphäre-Interview laut über Alternative Konzepte nach: Autohäuser verdienen schon lange nicht alleine ihr Geld mit dem Heiligen Blechle. Sie helfen wie eine Bank bei der Finanzierung, verleihen wie Autovermieter Fahrzeuge, „warum sollen wir künftig nicht als zentraler Ansprechpartner auch Hotels buchen, Reisen vermitteln, Routen erarbeiten, die den Menschen weiterbringen“, orakelt Jllig. Nur wer ohne Leitplanken im Kopf über die automobile Zukunft nachdenkt, könnte ein Rad wirklich neu erfinden. Ein Rad auf zwei Rädern hat Jllig bereits: Ein E-Bike, mit dem seine Belegschaft kurze Wege überwindet. Beispielsweise zur Zulassungsstelle oder Brötchenkauf beim Bäcker um die Ecke. Denn er plädiert: „Autonutzung mit Sinn und Verstand.

Stromer mit Wirkungsgrad: Dieser E-Motorisierte Draht­esel nutzt die Belegschaft für kurze Dienstwege – beispielsweise zur Zulassungsstelle.

Printausgabe: Sphäre 1/2012, Seite 33

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